Als junger Arzt im blubbr.Land

04.10.2018

Zum Gespräch im blubbr.Land haben wir dr.med. Patriz Schill, 30, im Krankenhaus in Sigmaringen getroffen. Danke für das nette Interview und den Einblick, den Du uns in deinen spannenden Alltag gegeben hast.

blubbr: Was ich mit dem Medizinstudium verbinde? Hoher Numerus Clausus, viel Auswendiglernen und ein langes, langes Studium. Für dich ist es trotzdem der absolute Traumberuf, oder?

Um ehrlich zu sein, es war nie mein Kindheitswunsch Arzt zu werden. Im Gegenteil, ich habe mich erst relativ spät nach dem Grundwehrdienst dazu entschieden, Medizin zu studieren. Aber um die Frage zu beantworten, mittlerweile ist es mein absoluter Traumberuf und ich kann mir nicht mehr vorstellen, etwas anderes zu machen. Da nimmt man auch vieles für in Kauf.

blubbr: Die Studienplätze sind sehr begehrt- an welcher Uni hast du einen Studienplatz ergattern können?

Das stimmt, die Studienplätze sind wirklich sehr begehrt und sie sind leider auch sehr begrenzt. Das wurde auch mir zum Verhängnis. Doch bevor ich mein Ziel nicht erreichen konnte, habe ich mich dazu entschieden, mich an der Uni in Budapest für Medizin einzuschreiben.

blubbr: Ein gewagter Schritt. Oder?

Natürlich war es am Anfang nicht leicht. Fremde Sprache, fremde Menschen und dann von der Kreisstadt Sigmaringen in die Millionenstadt Budapest zu ziehen.  Aber man gewöhnt sich ziemlich schnell daran und als ich die Möglichkeit hatte, in Ulm weiter zu studieren, da habe ich mich dagegen entschieden und mein Studium in Budapest zu Ende gebracht.

bild patriz schill
 

blubbr: Und dann zurück nach Sigmaringen?

Das war eher Zufall, aber als ich die Zusage bekommen habe, war das natürlich super. Schließlich ist Sigmaringen meine Heimat.

blubbr: Welche Vorteile bietet das Krankenhaus in Sigmaringen?

Im Gegensatz zu anderen Kliniken gibt es hier in Sigmaringen ein breites Spektrum an verschiedenen Fachbereichen. Das ist super, denn so bekommt man in kurzer Zeit einen interessanten Einblick in die verschiedenen Abteilungen. Gerade für junge Ärzte wie mich ist das natürlich ein großer Vorteil, denn so lernt man in kurzer Zeit viel kennen. Zudem hat die Klinik einen guten Ruf und viele Patienten kommen von weiter weg, um sich hier behandeln zu lassen.

blubbr: Welchen Einfluss hat dabei das Team?

Wie in anderen Berufen auch, spielt das Team eine entscheidende Rolle. Wir sind ein recht junges Team, das von den Erfahrungen älterer Kollegen profitiert.

blubbr: Gibt es besondere Unterstützung für junge Ärzte?

Ja, es wird schon darauf geachtet, dass wir unseren medizinischen Kenntnisstand immer weiter entwickeln. So werden beispielsweise gesonderte Ultraschallkurse angeboten oder wöchentliche Fortbildungen organisiert, die teilweise von Assistenzärzten und teilweise von Oberärzten gehalten werden. Also es wird schon einiges getan, um besser und vor allem selbstsicherer im Umgang mit komplexen Krankheitsbildern zu werden.

blubbr: Spätdienste, Tagdienste, Nachtdienste... Einen routinierten Tagesablauf gibt es nicht, oder?

Klar haben wir keinen „normalen“ Berufsalltag, aber wir bekommen ja vorab unsere Dienstpläne genannt, so dass wir eigentlich immer rechtzeitig planen können. Da meine Frau hier ebenfalls in der Klinik arbeitet, haben wir wahrscheinlich mehr Verständnis für die Situation als andere Paare.

blubbr: Und wie kannst du nach einem langen, harten Dienst am Besten abschalten?

Um den Kopf richtig frei zu bekommen, gehe ich raus in die Natur und treibe Sport. Im Sommer bin ich viel im Freibad oder kletter im Donautal, fahre Kanu oder unternehme Radtouren. Möglichkeiten gibt es im Landkreis Sigmaringen wirklich genug.

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