Nachteule-Abiwahn blubbrt
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Arbeiten neben der Schule

Nachteule-Abiwahn
07.02.2019

Es ist Freitag, endlich ist wieder eine Schulwoche geschafft. Doch heute bin ich nicht spät auf, denn für mich gilt: Morgen werde ich arbeiten.

Mein Alltag als Schülerin war immer geprägt von Ausgaben, ohne dass ich hierbei jegliche Einnahmen verzeichnen konnte. Ich bekam immer mit, wieviele aus meiner Stufe tatsächlich arbeiten gehen und sich auch selbst einmal etwas leisten können und beschloss daher, mir auch einen Nebenjob zu suchen.

Inzwischen arbeite ich also an den Wochenenden und in den Ferien im Hohenzollernschloss in Sigmaringen als Schlossführerin. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang Probleme hatte, meine Wochenenden zu organisieren. Während ich es sonst gewohnt war, am Wochenende alles zu erledigen, was von der Woche so übrig geblieben ist, da wochentags nach einem langen Schultag oft die Motivation hierfür gefehlt hat, musste ich nun feststellen, dass sich daran etwas ändern muss, da mir diese Zeit nun fehlen wird.

Alles, was bei mir am Anfang für die besagte Überforderung gesorgt hat, ist für mich inzwischen aber nicht mehr wegzudenken. Meine Arbeitszeiten geben mir jede Woche aufs Neue eine Struktur vor, nach der ich mich richten kann und an die ich mich anpassen kann, was durchaus auch den positiven Nebeneffekt mit sich bringt, dass ich vieles nicht mehr vor mir her schiebe. Ebenfalls macht mir das Arbeiten an sich einfach auch sehr viel Spaß, ich erlebe immer Neues, mache aufregende Erfahrungen, stehe im direkten Kontakt mit Menschen und lerne, mit Verantwortung umzugehen. Das Schloss an sich ist natürlich ein wunderschöner Arbeitsplatz, an den ich gerne immer wieder zurückkehre, um Menschen, die sich dafür interessieren, etwas
darüber erzählen zu können.

Hinsichtlich des Abiturs tauchen bei mir natürlich die Gedanken auf, ob ich noch immer alles unter einen Hut bekommen werde, wenn dieser Lernstress erst einmal begonnen hat. Ich habe hier jedoch das Glück, dass ich meine Arbeitszeiten von Monat zu Monat individuell an meine Termine anpassen kann und somit kurz vor dem Abitur auch etwas kürzer treten könnte. Momentan bin ich also sehr zuversichtlich, dass ich das irgendwie hinbekommen werde.
Neben der Schule zu arbeiten bedeutet für mich also mehr als nur den Eltern nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit auf der Tasche zu liegen, es stellt für mich teilweise sogar eine Art Ausgleich zum Schulalltag dar und gibt mir die Möglichkeit, diesen an den Wochenenden für ein paar Stunden zu vergessen.

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