Nachteule-Abiwahn blubbrt
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Die scheinbar endlose Seminararbeit

Nachteule-Abiwahn
24.01.2019

„Mach bloß keinen Seminarkurs!“ Das hörten wir oft, als wir uns kurz vor der Kurswahl für die Oberstufe bei älteren Schülern der Kursstufe über verschiedene Wahlmöglichkeiten informierten. Auch uns erging es anfangs ähnlich und wir hätten somit jedem, der uns danach gefragt hätte, davon abgeraten.

Unser Seminarkurs bestand aus gerade mal zehn Personen, welche sich jeden Freitagnachmittag für drei Schulstunden mit dem betreuenden Lehrer zusammensetzten. Also gerade dann, wenn alle anderen aus unserer Stufe schon Wochenende hatten. Oft schweiften unsere Gedanken in diesen Stunden ab, weg vom nur rar besetzten Unterrichtsraum, hin zur Wochenendplanung und den Dingen, die wir jetzt gerade doch viel lieber tun würden, hätten wir bloß nicht damals auf unserem Wahlzettel „Seminarkurs“ angekreuzt.

Es schien, als hätten wir einen beinahe endlosen Weg vor uns, durch den wir uns ein ganzes Schuljahr durchbeißen mussten. Heute, über ein ganzes Jahr später, sind wir nichts anderes als froh darüber, dass wir diesen Weg eingeschlagen haben. Denn was wirklich hinter dem scheinbar unüberblickbar großen Berg an Arbeit, dem Schreiben an der Seminararbeit (für die wir oft spät auf waren) und den zahlreichen zusätzlichen Stunden in der Schule steckt, ist viel mehr als unnütze Arbeit.

Trotz dem anfangs oft vorhandenen Mangels an Motivation mussten wir schnell beginnen unsere Seminararbeit anzufertigen. Dafür sollten wir uns trockene, teils sogar fremdsprachige Texte aneignen, was nicht gerade einfach war. Nicht selten wollte man nicht mehr und hat sich nur noch gefragt, ob man es nicht einfach aufgeben und am Ende des Abiturs doch eine Präsentationsprüfung machen solle. Doch diese Zweifel verfielen sehr schnell nach dem hauptsächlich positiven Feedback bei der Rückgabe der Arbeit und dem Wissen, dass man nur noch das Kolloquium überstehen musste.

Das Gute dabei war, dass wir uns das Thema, welches wir vorstellen wollen, selbst aussuchen durften. Vor der Präsentation stieg die Nervosität enorm: Zehn Minuten frei zu sprechen und danach jede Frage zu beantworten schien unmöglich, dennoch stellte es sich als wahre Chance heraus, seine Note noch einmal zu verbessern.

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