MeinPfullendorf blubbrt
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Kreative Traumstadt in der Kinder- und Jugendkunstschule

2020 wurde die Stadt Pfullendorf ihr 800Jahre alt. Geplant waren kulturelle Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen, historische Lesungen, ein Pfullendorfer Theaterspektakel und ein Festwochenende. Dann kam Corona und alles wurde abgeblasen. Alles aber doch nicht alles. Ein Projekt hat Durchhaltevermögen bewiesen und steht seit 2020 auf eigenen Beinen. Die Projektleiter? Der elfjährige Benjamin, die zehnjährige Caitlin, die neunjährigen Jungs Ole, Ben und Oskar, und die zwei Jüngsten Noah und Jason. Unter dem Motto „Die Stadt von der ich träume“ entstand in der Kinder- und Jugendkunstschule ein einzigartiges, außergewöhnlich fantasievolles Kunstwerk.



2009 wurde die Kinder- und Jugendkunstschule gegründet. Künstlerische Bildung von Kindern und Jugendlichen steht im Mittelpunkt, neuerdings gibt es aber auch Angebote für Erwachsene. Eben in diese Kunstschule gehen Caitlin, Benjamin, Ole, Ben, Oskar, Noah und Jason regelmäßig. Da können sie nach Lust und Laune malen, zeichnen, basteln, bauen und sich kreativ austoben, ohne dass Mama die Nerven verliert, weil die Farbe auf den neuen Teppich tropft. Und wenn sich Papa oder Tante Julia nach einem Bauchtanzkurs sehnen, wird sogar das angeboten. Kinder, Jugendliche und sogar Erwachsene können ihrer künstlerischen Seite Raum geben, können sich selbst und ihre Kreativität verwirklichen und für ein paar Stunden mal die Welt vergessen. Genau das erkennt man in dem Projekt der Kinder der Kunstschule wieder. Die Welt vergessen, ein Pfullendorf gestalten, wie es sich Kinderherzen wünschen. Eine Welt erschaffen, in der Logik und Wissenschaft keinen Platz haben. .

Aus gesammelten Kartons, recycelten Keks-, Teebeutel- und Zahnpastaverpackungen, etwas Farbe und Alufolie entstand ein Pfullendorf, von dem Kinder träumen. „Hier haben wir noch eine Telefonzelle. Warum steht da eigentlich überhaupt eine Telefonzelle neben der Zahnarztpraxis?“. Oles neunjähriges Gehirn scheint leider langsam anzufangen, wie ein Erwachsener zu denken. Dennoch wäre eine Telefonzelle neben dem Zahnarzt in manchen Situationen sogar ganz hilfreich (wenn man mal wieder zwei Stunden im Wartezimmer gesessen hat und sich eine Pizza bestellen will, weil man vor Hunger kaum klar denken kann). Im ausgedachten Pfullendorf gibt es einen fliegenden McDonalds, den man mit einem fliegenden, solarbetriebenen Auto erreichen kann. Neben Tunneln, Stränden und der Geberit findet man auch einen Riesentresor. Hier werden alle Schätze und Reichtümer der Stadt Pfullendorf aufbewahrt. Beeindruckend, dass die Kinder so besorgt um das Geld Pfullendorfs waren, dass sie kurzerhand einen haushohen Tresor in die Stadt gesetzt haben. Auf alle Fälle ist der zu schwer zu klauen, außer vielleicht mit einem Riesen-Magneten, aber das wäre ja absurd. Auch an die Parkmöglichkeiten haben die Kinder gedacht. Eine Straße besteht aus zwei Parkplätzen, die die ganze Straße blockieren, wenn man sie benutzt. Caitlins neckische Frage an Ole: „Und dann müssen die anderen an den parkenden Autos durch die Wiese vorbeifahren, oder was?!“. Mit dem fliegenden Auto sollte das kein Problem sein.

Es gibt viel zu entdecken in der Traumstadt: Zwei Benjamintürme, bei denen sich aber niemand so richtig sicher war, welcher der beiden der richtige Benjaminturm ist, ein Glühbirnenladen und mein absoluter Favorit: Pfullendorfs eigenes Abwehrsystem, bestehend aus zwei Speeren, die an eine Wand gebohrt sind, damit „LKWs und große Fahrzeuge dagegen fahren und stecken bleiben“. Groß geschrieben über den spitzen Mörderspeeren hängt ein Schild mit „Achtung“.

Auch an die Wirtschaft wurde gedacht, irgendwie muss sich die Traumstadt Pfullendorf auch finanzieren. Wie schon erwähnt bringt nicht nur Geberit der echten Stadt Pfullendorf Arbeitsplätze, sondern auch dem ausgedachten Pfullendorf. Geberits größter Konkurrent jedoch ist „Oskar und Oles Fürma“ und wenn sich der Sanitärkonzern nicht vorsieht, schnappen ihm Oskar und Ole alle Kunden weg.

Für alle Tierfreunde wurde auch der Jägerhof nachgebaut. Da kann man sich im Sommer entspannen und ein Pferd gibt es auch. Die Windmühle sorgt noch für ein extra ländliches Flair, das mit Sicherheit einige Touristen aus den Großstädten herbeiziehen sollte.



Alles in allem haben die Kinder alles bedacht, was eine Stadt zu einer funktionierenden Stadt macht. Ärzte, Wirtschaft, Elektrizität, Militär, Tourismus und Fast Food. Gesetzeshüter wurden nicht berücksichtigt, aber in der Welt der Kinder wird ein Konflikt auch nicht durch die Polizei gelöst. Schreien, Kratzen und Zwicken tut‘s auch.



Wann können wir einziehen?

Wer sich die Kinder- und Jugendkunstschule mal anschauen will, kann gerne auf pfullendorf.de unter dem Reiter Familie, Bildung und Senioren oder auf kunstschulepfullendorf.de vorbeischauen. Natürlich auch persönlich zu den Öffnungszeiten.

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