Nachteule-Tabitha blubbrt
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Blogger in 3, 2, 1: Spät auf im World Wide Web

Nachteule-Tabitha
13.12.2019

Die Seefahrer auf der „Perle der Nordsee“ sind spät auf. Auch wenn sie sich insgeheim danach sehnen, an Schlaf ist momentan überhaupt nicht zu denken. Zu wild ist die See, auf der sie sich bewegen, zu unruhig der Kapitän, der seit zehn Minuten ununterbrochen aus dem trüben Bullauge sieht und langsam den Kopf schüttelt, obwohl dort doch überhaupt nichts zu sehen ist.


 Die „Perle der Nordsee“ schaukelt durch den Sturm vor sich hin und will nicht zur Ruhe kommen. Der Kapitän bringt alle Macht auf, seine Gedanken in Zaun zu halten. Nur noch ein paar Stunden, dann wird diese Nacht Geschichte sein, nichts weiter als ein paar zittrige Notizen in seinem Logbuch und – apropos. „Wilhelm,“ ruft er seinen Matrosen, „bist du so freundlich und bringst mir mein Logbuch hierher? Ich habe noch nicht alle wichtigen Daten eingetragen.“ „Natürlich.“ Sagt Wilhelm. Er hält das schwere blaue Buch bereits in seinen Händen, es beinhaltet handgeschrieben die Reisedaten der letzten sieben Wochen auf See, Geschichten, die Wilhelm nie vergessen wird. „Schade eigentlich“, flüstert Wilhelm gegen das Tosen des Sturmes an, „dass das außer uns wohl niemals einer lesen wird.“

Blog ist eine Wortkreuzung, bestehend aus Web und Log. Sie entwickelt sich Jahrhunderte nach der stürmischen Nacht auf der Nordsee, als die Menschen 1990 das Internet entdecken und beginnen, dort regelmäßig ihre Notizen abzusetzen. Im World Wide Web entstehen dadurch digitale Logbücher, und relativ schnell entsteht aus Web und Log das einfache Wort Blog. Der erste seiner Art geht am 13.11.1990 online. Der britische Softwareentwickler Timothy Berners-Lee schreibt darin über seine Fachgebiete, etwa die Physik und die Informatik. Seinen Blog kann er dazu nutzen, den Informationsaustausch zwischen Wissenschaftlern voranzutreiben, was in dieser Zeit insbesondere der Europäischen Kernforschung zu Gute kommt. Ein Thema, das auf den ersten Blick und vor allem für Laien sehr trocken klingt. Aber es ist nicht bei dieser Art von Blogs geblieben.

Immer mehr Menschen beginnen, ihre Erfahrungen, Ansichten und Leidenschaften in einer Art Internettagebücher festzuhalten, und gründen damit unbewusst die Bloggerwelt, die bis heute besteht und stetig am Wachsen ist. Und zwar so stark, dass heute ganze Berufsfelder aus dem Blogging entsprungen sind. „Influencer“ werden die Menschen genannt, die mit einem Blog, einem Youtube- oder einem Instagramkanal in der Öffentlichkeit stehen, und ihre Reichweite nutzen, um Produkte und Angebote von Firmen bewerben. Mit diesen Kooperationen verdienen die Blogger Geld, manche von ihnen so viel, dass es ihnen für den Lebensunterhalt ausreicht.

Doch bevor sie an diesem Punkt angelangt sind, hat jeder von ihnen einmal dort angefangen, wo wir uns vielleicht gerade noch beginnen: bei null. Mit einem Kopf voller Ideen und einem unbeschriebenen Logbuch vor uns. Dabei ist das Bloggen kein Hexenwerk, wenn man es mit der richtigen Strategie und einigen einfachen Punkten angeht.

Welche Domain soll´s denn sein? – Der erste Schritt
Um den Vorstellungen in deinem Kopf bereits etwas Gestalt zu geben, solltest du dich in einem ersten Schritt mit dem sogenannten Domainnamen befassen, also dem Namen deines Blogs. Er kann bereits wegweisend für die inhaltliche Richtung des Blogs sein, Pflicht ist das aber nicht. Manche Blogger bevorzugen an dieser Stelle ihren Namen, andere ein Kunstwort. Mein Blog beispielsweise heißt Sommertinte, ein Titel, der weder meine inhaltliche Ausrichtung noch meinen Namen vorweggreift. Es kann aber auch nützlich sein, beispielsweise einen Blog mit Rezeptideen gleich thematisch passend „onlinebaeckerei“ zu nennen oder ähnliches. Immer sollte der Domainname den sogenannten „Telefontest“ bestehen, das heißt auch deine Großmutter oder dein Freund am anderen Ende der Welt sollte über die Telefonverbindung verstehen, was genau er in Google eingeben muss, um auf deinem Blog zu landen. Eine gute Hilfe bei akuter Ideenlosigkeit stellen Websites dar, die anhand von durch dich eingegebenen Stichworten Domainvorschläge generieren und zum Teil auch direkt überprüfen, ob diese Domain im Internet bereits benutzt wird, oder – bestenfalls – noch für dich frei ist. Eine solche Website ist beispielsweise Checkdomain: https://www.checkdomain.de/domain-generator/ .

Eine Plattform für die Domain – Der zweite Schritt
Informatik-Profi muss man nicht sein, um seinen eigenen Blog ins Leben zu rufen. Einiger grundlegender Kenntnisse bedarf es dennoch. So muss die Domain einen bestimmten Hoster besitzen, der die Datenverarbeitung betreibt und die Datenbank beinhaltet. Auf der Suche nach dem Hosting gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder man wählt einen kostenpflichtigen Server, Beispiele hierfür sind DomainFactory oder HostEurope, oder man startet ein kostenloses Hosting durch eine Website wie Blogger.com, oder Weebly.

Die erste Möglichkeit erfordert neben den Kosten von etwa 10 Euro pro Monat auch etwas mehr Selbstinitiative, denn zusätzlich zum Einrichten des Hostings muss anschließend noch eine Plattform wie beispielsweise WordPress installiert und auf den Server aufgesetzt werden. Im Gegenzug dafür kann die eigene Website damit allerdings sehr viel individueller gestaltet werden, die URL-Adresse beinhaltet lediglich den selbstgewählten Domainnamen und die Website gehört im Endeffekt nur euch selbst und nicht einem Hoster, der mit euch per se nichts zu tun hat. Wer vor hat, seinen Blog sehr individuell und professionell zu betreiben, ist mit dieser Möglichkeit sehr gut aufgehoben.

Die folgende Internetseite führt dich Schritt für Schritt durch die Installation. Wer seinen Blog nicht allzu sehr weiterwachsen lassen will, und auf ein umfangreiches, persönliches Blogdesign verzichten kann, wird mit den kostenlosen Möglichkeiten genauso zufrieden sein. In der URL-Adresse steht dann jedoch vor der eigenen Domain noch der Name des Hosters, und ihr müsst stets bedenken, dass der Blog an sich nicht euch gehört.

Das richtige Design – Der dritte Schritt
Der Marktführer in Sachen Blog ist WordPress. Bei Wordpress gibt es nicht nur die Möglichkeit, zwischen einem eigenen, kostenpflichtigen Hosting und einem kostenlosen Hosting von Wordpress zu wählen, es gibt auch für beide Varianten zahllose verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Unter den sogenannten Themes, den Websitedesigns könnt ihr ein für euch passendes Theme auswählen und installieren. Beachtet dabei, dass die in der Themevorschau dargestellten Bilder später durch eure eigenen Bilder ersetzt werden sollten! Ihr braucht dabei nicht direkt hochqualitative Bilder von einer teuren Kamera verwenden. Wichtig ist, dass sie euch und euer Blogthema unterstreichen und nicht gegen Richtlinien wie etwa das Recht am eigenen Bild verstoßen.

Das Blogging – Der vierte Schritt
Aufgabe Nummer 1: Genießt das wunderschöne Gefühl, eure Blogdomain in der Suchmaschine einzugeben und zu finden. Ihr seid angekommen in der Bloggerwelt! Im Gegensatz zu den Seefahrern, die genau wissen, welche Daten sie wann in ihrem Logbuch festhalten müssen, steht euch alles offen. Nehmt euch deshalb die Zeit, grundlegende Fragen für euch selbst zu beantworten.

In welche Richtung soll euer Blog thematisch gehen? Möglich ist dabei alles – von Rezepten über Reiseberichte, Kurzgeschichten, Bildergalerien, Erfahrungsberichte oder klassische Tagebucheinträge. Entscheidet euch, ob ihr eure Themen breit streuen und über alles mögliche schreiben oder eine ganz bestimmte Nische bedienen wollt. Dies hat wohlmöglich zur Folge, dass nicht auf Anhieb viele auf eurem Blog landen werden, dafür hebt ihr euch aber von den zahllosen bereits bestehenden Lifestyle-Blogs ab. 

Weiter stellt sich für euch die Frage, wie viel und wann ihr bloggt. Wollt ihr euch feste Upload-Tage setzen oder spontan entscheiden, wann es etwas zu berichten gibt? Wenn der Eintrag erst einmal veröffentlicht ist, kann es ratsam sein, auf anderen Kanälen darauf aufmerksam zu machen. Haltet ihr eure Leser etwa auf Facebook, per E-Mail oder in eurem WhatsApp-Status auf dem Laufenden, wenn ein neuer Beitrag online ist, steigt die Leserzahl automatisch. Auch Fremde stoßen so mit der Zeit auf euren Blog, und ich habe bereits die Erfahrung gemacht, dass daraus Freundschaften von unschätzbarem Wert entstehen können.

Das allerwichtigste zum Schluss: haltet durch! Aller Anfang ist schwer, aber es lohnt sich. Tut euch selbst den Gefallen und versteift euch nicht auf die Statistiken. Und es ist genauso schön, ein paar treue Leser zu haben als eine anonyme Masse. Wie die Seemänner später manchmal noch in ihren Logbüchern blättern um an stürmische Tage zurückzudenken, so schreibt ihr diesen Blog in erster Linie für euch und eure Erinnerungen. Denkt daran, wenn ihr aufgrund geringer Leseranzahlen manchmal kurz vor dem Verzweifeln seid.

Nachteule werden!
Ihr träumt spät auf von euren eigenen Texten, wollt aber nicht so weit gehen, direkt einen eigenen Blog zu eröffnen? Ihr habt das Gefühl, vor Gedanken zu platzen und wollt sie am liebsten in die dunkle Nacht in den Gai hinausschreien? Es gibt da einen Ort, an dem die Leser schon auf euch warten. Und der ist genau hier! Werdet Blogger auf spätauf.de und damit Teil der Nachteulen-Community! Für alle weiteren Informationen klickt jetzt rechts oben auf „NACHTEULE WERDEN“. Wir sehen uns später!

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